In einer Welt, in der unsere Aufmerksamkeitsspanne kürzer ist als je zuvor, braucht es neue Wege, um Konsument:innen zu erreichen. Eine dieser Innovationen heißt FOOH – Fake Out Of Home. Dieses kreative Format kombiniert 3D Animation, Storytelling und Technologie zu einer der spannendsten Entwicklungen im modernen Marketing.
FOOH steht für Fake Out Of Home und ist die Weiterentwicklung klassischer Out-of-Home-Werbung – also Werbung im öffentlichen Raum. Während herkömmliche Kampagnen auf Plakate oder Bildschirme setzen, integriert FOOH digitale Elemente so realistisch in reale Umgebungen, dass sie wie echte Installationen wirken.
Das Ergebnis: Videos, die aussehen, als würde ein gigantischer Sneaker durch die Straßen laufen oder ein U-Bahn-Zug plötzlich Teil einer Markeninszenierung werden – und die sich viral im Netz verbreiten.
Ein Paradebeispiel ist die Maybelline x Sky High Mascara-Kampagne aus London. Die Marke zeigte überdimensionale 3D Wimpern, die sich an Bussen und U-Bahn-Zügen anhefteten. Ergebnis: 50 Millionen Views in wenigen Tagen und ein 400 % Anstieg der Suchanfragen nach dem Produkt.

Kreativität ist kein Zufall. Laut Mensur Bukvarevic, Inhaber des Studios Immersive 3D Animation, beginnt alles mit einer klaren Struktur:
Ein vorheriger Testlauf ist Gold wert. Er spart Zeit, Nerven und ermöglicht ein präzises Zusammenspiel zwischen realem Filmmaterial und digitaler Nachbearbeitung.
Das Open-Source-Tool Blender ist das Herzstück vieler FOOH-Projekte. Es bietet grenzenlose kreative Möglichkeiten – ob inhouse oder durch externe Freelancer.
Die wichtigsten Plattformen: TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts.
Nicht jedes Video geht viral – aber jedes kann Diskussionen anregen, und Diskussion bedeutet Erfolg.
KI hat längst Einzug in den kreativen Prozess gehalten: von Ideenfindung über Storyboards bis hin zu automatisierten Video-Integrationen. Doch: je spezifischer das Motiv, desto schwieriger die Umsetzung. Besonders Menschen sind in KI-Renderings noch eine Herausforderung. Trotzdem gilt: KI ist gekommen, um zu bleiben.
Ganz im Gegenteil. FOOH ist gekommen, um zu bleiben. Studien zeigen, dass Marken wie L’Oréal, Maybelline oder Jacquemus durch FOOH-Kampagnen signifikant höhere Reichweiten und Interaktionen erzielen als mit normalem Content.
Aber: Nicht jedes Produkt ist FOOH-tauglich. Die Kunst liegt darin, das Format gezielt, selten und mit einer starken Idee einzusetzen, um Überreizung zu vermeiden.
